Schulprogramm

Inhaltsverzeichnis

Leitbild

Das Franz-Haniel-Gymnasium geht zurück auf eine erste Schulgründung im Jahre 1908 im Stadtteil Homberg. Das Gymnasium liegt am westlichen Rand von Duisburg und sieht sich als Stadtteilschule für die Region Homberg, Ruhrort, Baerl. Mit dem historischen Schulge­bäude und den modernen Anbauten verbindet die Schule Tradition und Moderne. Dies gilt nicht nur für das äußere Erscheinungsbild, sondern auch für die pädagogische Ausrichtung mit elektronischen Tafeln, Selbstlernzentren und einem 70-Minuten-Rhythmus. Im Fokus des pädagogischen Handelns stehen der selbstständige Wissenserwerb und die Teamarbeit. Aufgrund des Charakters einer Stadtteilschule mit großem überregionalen Einzugsbereich verzichtet das FHG auf eine frühzeitige Profilbildung. Das Franz-Haniel-Gymnasium bietet umfassende Schwerpunktsetzungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen, sprachli­chen und musisch-künstlerischen Bereich. Ein Akzent liegt dabei auf Kursen mit anwen­dungsbe­zogenen Arbeiten, um die Schülerinnen und Schüler für den Praxisbezug des Wis­sens im Alltag zu begeistern. Dank der Unterstützung unserer zahlreichen Kooperations­partner können wir dies realisieren und den Schülerinnen und Schülern Perspektiven über den Schulalltag hinaus aufzeigen. Mit einer gelebten Schulgemeinschaft, in der alle Verant­wor­tung tragen, macht  Lernen Freude und Schule wird als Ort des gemeinsamen Arbeitens erlebt.

Mit dem Schuljahr 2018/19 ist die Schule zum Bildungsgang nach G9 zurückgekehrt.

Wie wir Unterrichtsentwicklung gestalten

Für eine erfolgreiche berufliche Zukunft vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur reines Faktenwissen, sondern methoden- und anwendungsfähige Kompeten­zen, um die gesellschaftlichen Forderungen selbstständig zu bewältigen.

Unser Unterricht ist besonders am Leitbild des selbstständigen Lernens ausgerichtet. Das „Lernen-lernen“-Konzept ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, Methoden und Techni­ken des Arbeitens kennenzulernen und in der Praxis zu erproben. Die verschie­denen Bau­steine des Programms werden mit dem Fachunterricht vernetzt und finden regel­mäßig in allen Fächern Anwendung. Dieser Prozess wird von den Schülerinnen und Schü­lern syste­matisch dokumentiert und begleitet den gesamten schulischen Lernweg.

Schlüsselqualifikationen wie die Lese- und Medienkompetenz sowie Präsentationstechni­ken werden in unserem Unterricht systematisch durch das „Lernen- lernen“ – Konzept auf­gebaut.

Medien sind in den anspruchsvollen offenen Lernformen von großer Bedeutung. Eine neue Aufgabenkultur fordert das eigene planerische Denken unserer Schülerinnen und Schüler heraus und ermöglicht individuelle Bearbeitungswege. Um diese Ziele zu erreichen, wurde im Jahr 2011 das traditionelle 45-Minuten-Modell zu Gunsten von 70-Minuten-Einheiten ge­ändert. Selbstständiges Arbeiten, zum Beispiel in kooperativen Lernformen, benötigt einen anderen Zeitrahmen, damit Ergebnisse von Teams präsentiert werden können und Raum für Feedback-Phasen besteht, um das Gelernte und den Prozess reflektieren zu können.

Freiarbeit und Wochenpläne geben den Schülerinnen und Schülern Zeit und Raum, im eigenen Rhythmus zu arbeiten, ohne im Gleichtakt mit anderen sein zu müssen. Sie bieten Möglichkeiten zum eigenständigen Wissenserwerb und fördern überdies die Planungskom­petenz sowie die Entscheidungsfähigkeit. Innerhalb der Freiarbeit spielt die Arbeit am Com­puter eine besondere Rolle. In drei Selbstlernzentren stehen Computer bereit, die anhand spezifischer Programme selbstkontrolliertes Lernen anregen.

IPad-Koffer können in allen Klassenräumen zusätzlich als mobile Einheiten eingesetzt werden. Eine moderne Beamertechnik steht in allen Klassenräumen zur Verfügung.

Großen Wert legen wir auf die lebenspraktische Bedeutung des Gelernten und die Erstel­lung von Produkten. Im Differenzierungsbereich der SI bieten wir daher u.a. Informatik mit direkter Anbindung an Robotik sowie Ernährungslehre mit Anbindung an Biologie und Kunst-Design mit produktionsorientierter Ausrichtung an. Im Fach Technik können Schülerinnen und Schüler Wissen aus der Physik anwenden, erteilt wird der Unterricht zurzeit in Schulko­ope­ration mit Lehrern des benachbarten Schiffer-Berufskollegs. In der Oberstufe nutzen wir die Möglichkeiten der Projektkurse und bieten einen Marketingkurs in Zusammenarbeit mit der IHK an, in dem Schüle­rinnen und Schüler ein Produkt sowie eine darauf abgestimmte Vermark­tungs­strategie entwickeln. In Anbindung an das Fach Deutsch wird ein Filmprojekt als Projektkurs angebo­ten.

Mit unserem Kooperationspartner Thyssenkrupp Steel und der Universität Duisburg-Essen führen wir die Schüleringenieurakademie durch, in die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Entwicklungsprojekt erarbeiten und in den Räumlichkeiten von Thyssenkrupp Steel präsentieren.

Unser Unterricht ist mit klarer Orientierung an Kompetenzen standardorientiert und bereitet die Schülerinnen und Schüler intensiv auf die Zentralen Prüfungen vor. Bei der Gestaltung der Lernprozesse spielen die Bedürfnisse und Interessen der Schülerinnen und Schüler für uns eine wichtige Rolle.

Die Lehrerinnen und Lehrer des FHGs verstehen sich als Lehrende und Lernende im Team. Konkrete Jahresarbeitspläne zur Schulentwicklung und zahlreiche Unterrichtsprojekte werden gemeinsam geplant, ausgewertet und weiterentwickelt. Die Teamarbeit erfolgt in Klassen-, Jahrgangs- und Fachteams.

Allen Beteiligten liegt ein positives Schulklima sehr am Herzen. Wer gerne in seine Schule geht, freut sich auf das Lernen und trägt Verantwortung für das Erscheinungsbild der Schule. Der Umgang miteinander ist von Respekt, Vertrauen und Fairness geprägt. Klare Regeln sind die Grundlage für ein gerechtes und respektvolles Miteinander und fördern die Leis­tungsbereitschaft.

Wie wir die Schülerschaft in ihrer Persönlichkeitsent­wicklung un­terstützen

„Zielen Erziehung und Bildung auf die Fähigkeit des Einzelnen ab, auf der Grundlage von Mündigkeit sein Leben zu gestalten“,[1] so ist neben dem Erlangen von Wissen die Persönlich­keitsentwicklung wesentlicher Bestandteil schulischer Arbeit.

Daher haben wir Strukturen geschaffen, die helfen, die Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler zu entfalten:

In der Erprobungsstufe verfolgen wir ein eigenes pädagogisches Konzept mit drei Schwerpunkten: Ein Trainingsprogramm mit den Lerngruppen der Klassen 5-7 zum The­menkreis Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin wird erfolgreich durchgeführt (Fairverhaltenstrainig).

 

Durch den Einsatz verschiedener Bausteine aus dem Life-Skills-Programm „Erwachsen wer­den“ (Lions Quest) schaffen wir zweitens ein Fundament zur Vermittlung sozialer Kompeten­zen. Aufgrund des positiven Echos auf Seiten der Eltern- und Schülerschaft werden die Bau­steine nicht nur in den Klassenleiterstunden oder im Unterricht erarbeitet, sondern auch auf Klassenfahrten vertieft.

Unser umfassendes Beratungskonzept gewährleistet Orientierungs- und Entscheidungs­hilfe bei allen Fragen der Schullaufbahn. Selbstverständlich stehen wir Schülerinnen und Schülern sowohl in schulischen als auch persönlichen Problemsituationen bei. Wir führen gezielte Fördermaßnahmen und eine Beratung für Wiederholer durch. Ergänzt wird unser Konzept durch das Engagement unserer Beratungslehrer und durch die enge Zusammenar­beit mit außerschulischen Institutionen, wie z.B. dem schulpsychologischen Dienst und dem Jugendamt.

Mit unserem Konzept zur Elternarbeit greifen wir Anregungen und Fragen unserer Eltern auf und ermöglichen Informationsveranstaltungen zu gewünschten Themen, wie zum Bei­spiel zum Cybermobbing. Im Bereich Social Media und Datensicherheit gibt es seit einigen Jah­ren mehrere Veranstaltungen im Jahr für die Schulöffentlichkeit.

Die Eltern selbst bringen sich am FHG an vielen Stellen aktiv in das Schulleben ein, u.a. gibt es einen Arbeitskreis ELSA (Eltern, Lehrer, Schüler), der sich regelmäßig trifft und diverse schulische Angebote organisiert. Eltern planen und gestalten dadurch Infoabende, Projekte und Workshops etc. mit. Darüberhinaus bieten Eltern AGs für Schülerinnen und Schüler an und bringen sich z.B. bei unserem Kennenlernnachmittag und beim Sommerfest ein.

Im Rahmen unserer Kooperation mit der Genialis GmbH bieten wir Nachmittagsbetreuung an. Die Schülerinnen und Schüler werden in Kleingruppen von erfahrenen Fachkräften bei der An­fertigung der Hausaufgaben betreut. Darüber hinaus kann individuelle Einzel – und Grup­penförderung (max. drei Schüler/innen aus derselben Klasse) in allen Kernfächern in An­spruch genommen werden. Ziel des Nachmittagsprogramms ist die gesicherte und qualifi­zierte Betreuung der Schülerinnen und Schüler nach Unterrichtsschluss.

Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich mit dem Deutschen Roten Kreuz zusammen und bieten den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 das Projekt SoKo (Soziale Kompe­tenz in der Schule erlernen) an. Hier erhalten die Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich in sozialen Einrichtungen oder in der Nachbarschaftshilfe im Stadtteil zu engagieren. Ziel ist es, mit dieser und anderen Aktionen aus dem Unterricht heraus konkretes gesell­schaftliches Engagement durch aktives Tun zu fördern. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden mit einer Urkunde wertgeschätzt.

Im Mai 2017 wurde in Kooperation mit den Maltesern ein Schulsanitätsdienst eingeführt, um die Verantwortung für das Miteinander in der Schule zu stärken.

Ab dem Schuljahr 2019/20 bieten wir eine Sporthelferausbildung an. Diese richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 und befähigt diese, aktiv das Schul(sport)leben mit­zugestalten. Die einjährige Sporthelferausbildung qualifiziert Jugendliche (13 bis 17 Jahre) für die sportliche und außerunterrichtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Schulen und Sportvereinen. Sie gilt als Vorstufenqualifikation im Lizenzausbildungssystem des Ver­einssports. Die Jugendlichen lernen innerhalb dieser Ausbildung, wie man eine Gruppe an­leitet, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und sie geben ihr Expertenwissen an andere Schülerinnen und Schüler weiter. Sie dürfen dann z.B. Sport-AGs für andere Ler­nende anbieten (eine Sportlehrkraft ist immer in unmittelbare Nähe), sich in die Fachkonfe­renz Sport einbringen und an Schulsportfesten unterstützend bzw. organi­sierend tätig sein. Hierdurch wird die Persönlichkeitsentwicklung der teilnehmenden Schüle­rinnen und Schüler zusätzlich positiv beeinflusst und das Bewegungsangebot am Franz-Haniel-Gymnasium erweitert.

Unsere Studien- und Berufsberatung hilft unseren Schülerinnen und Schülern, sich früh­zeitig und umfassend auf die Berufswelt vorzubereiten. Hier arbeiten wir mit unseren zahlrei­chen Kooperationspartnern aus Industrie und Verwaltung eng zusammen. Unsere Partner eröffnen einen Einblick in die Berufswelten und die Möglichkeiten dualer Studiengänge und vermitteln die Arbeitswelt in ihren Unternehmen. Mit den Studienberatern führen wir ein Uni-Trainee-Programm durch und beteiligen uns am Projekt „studifinder“.

Unser Ziel ist es, die Lernenden unserer Schule bestmöglich auf die Herausforderungen und vielfältigen Möglichkeiten der Zeit nach der Schule vorzubereiten. Die Jugendlichen sollen dabei gefördert werden, eine realistische Ausbildungs-, Berufs- und Studienwahl zu treffen. Dabei unterstützen wir sie darin, erste Praxiserfahrungen zu sammeln sowie das große An­gebot an beruflichen Perspektiven kennenzulernen, zu überblicken und schließlich eigen­ständig ihren Weg zu gehen. Ein Bestandteil dieser Förderung ist die individuelle Be­ratung.

Die individuelle Beratung wird durch alle Lehrkräfte der Schule durchgeführt. Alle Schülerin­nen und Schüler werden ab der achten Jahrgangsstufe von einer festen Lehrkraft betreut, welche die/den Lernende(n) in den kommenden Jahren bei der Berufsorientierung berät. Unterstützt werden die Lernenden dabei durch die Verwendung des Duisburger Berufsorien­tierungspasses sowie eines schulinternen Beratungsprotokolls, an welches die Abschluss­vereinbarung der Jahrgangsstufe 9 nahtlos anknüpfen kann.

In der Einführungsphase findet ein zweiwöchiges Praktikum statt, in dem die Schülerinnen und Schüler einen vertieften Einblick in die Berufswelt erlangen sollen. Das einwöchige Praktikum in der Qualifikationsphase I soll diesen Blick erweitern, in dem auch Praktika an Universitäten absolviert werden können.

[1] Sekundarstufe II. Gymnasium/Gesamtschule. Erziehungswissenschaft, Düsseldorf 2013, S.10.

Was wir an individueller Förderung anbieten

Begabungen und Neigungen können bei Schülerinnen und Schülern sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Wir fördern die Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Begabun­gen und unterstützen sie bestmöglich bei auftretenden Lernproblemen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Förderung der Selbstständigkeit durch die Nutzung digitaler Medien.

Die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler fördern wir:

  • durch eine gezielte Leseförderung mit dem digitalen Programm Antolin und durch die Kooperation mit der Bezirksbibliothek;
  • durch Einführung von Lernzeitordnern in den Hauptfächern der Klassen 5-7 zur gezielten Nutzung der vorhandenen Lernzeit des Unterrichts;
  • im auslaufenden G8 Bildungsgang ab den Klassen 7 in den bilingualen Englisch-Modu­len (Klasse 7: Erdkunde; Klasse 8: Politik/Wirtschaft; Klasse 9: Geschichte);
  • im FFP-Projekt im zweiten Halbjahr der Jgst. 6 mit der Möglichkeit der Erstellung einer eigenständigen Expertenarbeit zu einem selbst gewählten Thema;
  • in Projektkursen im Jahrgang Q1 u.a. im Bereich Marketing und Filmproduktion
  • im G9 Bildungsgang ab den Klassen 6 in den bilingualen Englisch-Modulen (Klasse 6: Musik; Klasse 7: Erdkunde; Klasse 8: Politik; Klasse 9 Geschichte; Klasse 10: Biologie)
  • bei sprachinteressierten Schülerinnen und Schülern durch den Erwerb von Sprachzerti­fikaten, in Englisch „Flyers“, „TELC“ und „Cambridge Certificates“, in Französisch „DELF“ und „DALF“, in Spanisch „DELE“;
  • bei mathematisch Interessierten in jahrgangsübergreifenden Robotik AG‘s
  • bei naturwissenschaftlich begabten Schülerinnen und Schülern in der Chemie-AG;
  • bei künstlerisch-musisch Begabten im Differenzierungsbereich und in AGs;
  • bei sportbegeisterten Schülerinnen und Schülern in zahlreichen Sport-AGs sowie die Möglichkeit Sport als 4. Abiturfach belegen zu können.
 

Mit der Teilnahme an regionalen und überregionalen Wettbewerben motivieren wir unsere Schülerinnen und Schülern, ihre Fähigkeiten zu präsentieren und überregionale Anerken­nung für oft herausragende Leistungen zu erhalten.

Zu diesen Wettbewerben gehören:

  • Mathematik-, Biologie-, Geschichtsolympiade, Vorlesewettbewerb, Känguruwettbe­werb, Wettbewerb Finanzen, Jugend forscht, Schulpreis der IHK, Robotik, online Schülerzeitung, und an­dere;
  • Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen im Rahmen des Drehtürmo­dells;
  • Schüleringenieurakademie in Kooperation mit zwei weiteren Gymnasien und unse­rem Partner Thyssen-Krupp-Steel mit der Möglichkeit der Anerkennung der Arbeit als besondere Lernleistung.
 

Bei spezifischen Problemen bieten wir Hilfestellung durch differenzierte Förderkonzepte:

  • In den Klassen 5-7 Förderunterricht in Deutsch, Englisch und Mathematik
  • Sprachförderung Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund;
  • Begleitung von Seiteneinsteigern aus anderen Schulformen in der Sek. II;
  • Gezieltes Aufarbeiten von Schwächen mit Lernsoftware in den Selbstlernzentren (z.B. bei Lese- und Rechtschreibproblemen);
  • Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreibschwäche,
  • Zusammenarbeit mit der Hausaufgabenbetreuung durch Genialis GmbH;
  • Seit dem Schuljahr 2018/19 baut das FHG sein Profil in den MINT-Fächern (Mathema­tik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aus.

Den Schülerinnen und Schülern stehen drei Selbstlernzentren mit modernen Rechnern und einem umfangreichen Angebot an Lernsoftware zur Verfügung. Die Medien geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, gemäß ihrer eigenen Bedürfnissen und Bedingungen zu lernen und ihren Lernfortschritt selbst zu kontrollieren. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zum binnendifferenzierten Unterricht: Individuelle Defizite können so besser als bisher ausgeglichen, besondere Begabungen und Interessen gezielter und motivierender gefördert werden.

Seit 2011 hat das FHG mit Hilfe des Fördervereins intensiv in Materialien für Robotik-Arbeiten investiert. In den Robotik-AGs und dem Informatikunterricht der Klassen 8 und 9 können Schülerinnen und Schüler auf grafischer Ebene erste Grundlagen des Programmierens spielerisch erlernen. Dabei werden fächerübergreifend Gebiete der Physik und Mathematik einbezogen.

Für die umfangreiche Ausstattung mit neuen Medien und den sehr guten digitalen Arbeitsmöglichkeiten ist das Franz-Haniel-Gymnasium vom Schulministerium Düsseldorf im Oktober 2020 als „Digitale Schule“ ausgezeichnet worden.

Eine besondere Fördermaßnahme stellen die Schülertutorien dar. Leistungsstarke Schüle­rinnen und Schüler aus der Sekundarstufe II unterstützen freiwillig Jüngere nach dem Unter­richt in kleineren Lerngruppen, indem gemeinsam nach der regulären Unterrichtszeit Aufga­ben besprochen, Probleme aufgegriffen und Klassenarbeiten gezielt vorbereitet werden.

Im Rahmen unserer Kooperation mit der Genialis GmbH bieten wir eine Nachmittagsbetreuung an. Die Schülerinnen und Schüler werden in Kleingruppen von erfahrenen Fachkräften bei der Anfertigung der Hausaufgaben betreut. Darüber hinaus kann individuelle Einzel – und Gruppenförderung in allen Kernfächern in Anspruch genommen werden. Ziel des Nachmittagsprogramms ist die gesicherte und qualifi­zierte Betreuung der Schülerinnen und Schüler nach Unterrichtsschluss.

Wie wir im Mint-Bereich fördern

Das Franz-Haniel-Gymnasium hat es sich zum Ziel gemacht im MINT-Unterricht eine natur­wissenschaftliche Grundbildung für alle Schülerinnen und Schüler anzustreben und gleich­zeitig besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler über unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote zu fördern. Der Unterricht in Informatik und den natur­wissenschaftlichen Fächern findet dabei in gesonderten Fachräumen statt. Neben großen Sammlungen mit Anschauungs- und Experimentiermaterialien weisen die Räume mit Smart­boards und Dokumentenkameras auch eine besondere technische Ausstattung für einen digitalisierten Unterricht auf. Hierbei stehen insbesondere Experimente mit lebensweltlichem Bezug im Vordergrund, um einen motivierenden Unterricht sicherzustellen.

In der Sekundarstufe I haben über den Regelunterricht hinaus interessierte Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 8 und 9 die Möglichkeit, eines der Fächer Informatik, Ernährungslehre oder Technologie im Wahlpflichtbereich anzuwählen.[1] In den Wahlpflicht­fächern steht das praktische Arbeiten, häufig in Form von Projektarbeiten, die qualitative und quantitative Untersuchungen beinhalten, im Vordergrund. Auch sind hier immer Exkursionen und Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung verankert.

In der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler neben dem Pflichtfach Mathematik im MINT-Bereich aus den Fächern Chemie, Biologie, Physik und Informatik wählen. Um be­sonders interessierten Schülerinnen und Schülern eine Schwerpunktbildung im MINT-Be­reich zu ermöglichen, sind in allen Fächern in der Oberstufe in der Regel mehrere Grund­kurse vertreten. Darüber hinaus gibt es in jedem Jahrgang die Möglichkeit Leistungskurse in Mathematik, Biologie, Physik und Chemie zu wählen. In der Regel werden in mindestens drei der fünf MINT-Fächer Leistungskurse angeboten.

Wir ermutigen Mädchen zur Teilnahme an MINT-Fächern und bieten jährlich die Teilnahme am Girls- und Boysday an.

Für das umfangreiche Engagement im MINT-Bereich ist das FHG vom Schulministerium Düsseldorf im Oktober 2019 mit dem Siegel „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden.

[1] Im G9 Bildungsgang wird die Wahlmöglichkeit in den Jahrgangsstufen 9 und 10 bestehen.

Wie wir Medienkompetenz und Informatische Grundbildung vermit­teln

Computer, Internet und soziale Netzwerke bestimmen in zunehmendem Maße unser Leben. Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Computer- und Internetnutzung werden in der heutigen Arbeitswelt als selbstverständlich vorausgesetzt. Auf diese Entwicklung haben wir schon frühzeitig reagiert und mit Hilfe unserer Kooperationspartner für die technische Aus­stattung gesorgt.

Medien werden am FHG gezielt zur individuellen Förderung eingesetzt und bilden einen festen Bestandteil des Unterrichts im Sinne der Förderung des selbstständigen Lernens. Uns ist der reflektierte Umgang mit Medien wichtig, den wir als einen wesentlichen Bestandteil verantwortungsbewussten Handelns sehen. Zu Beginn der Klasse 5 startet für alle SuS ein Kurs in Informatik für ein Schulhalbjahr, um mit der Ausstattung des FHG’s und ersten Anwendungen vertraut zu werden.

Alle naturwissenschaftlichen Fachräume sowie die Oberstufenräume verfügen über elektro­nische Tafeln, die eine interaktive Arbeit und besondere Präsentationsmöglichkeiten für die Lernenden und Lehrenden ermöglichen. Alle Klassenräume verfügen über eine moderne Beamertechnik.  Mit der Anschaffung von Dokumentenkameras in der überwiegenden Zahl der Räume wird es den Lerngruppen ermöglicht, in einen direkten Austauschprozess über ihre Arbeitsergebnisse im Sinne des selbstständigen Lernens zu gelangen.

Den Schülerinnen und Schülern stehen drei Selbstlernzentren mit modernen Rechnern und einem umfangreichen Angebot an Lernsoftware zur Verfügung. Die Medien geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, gemäß ihrer eigenen Bedürfnissen und Bedin­gungen zu lernen und ihren Lernfortschritt selbst zu kontrollieren. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zum binnendifferenzierten Unterricht: Individuelle Defizite können so besser als bisher ausgeglichen, besondere Begabungen und Interessen gezielter und moti­vierender gefördert werden.

Seit 2011 hat das FHG mit Hilfe des Fördervereins intensiv in Materialien für Robotik-Arbei­ten investiert. In den Robotik-AGs und dem Informatikunterricht der Klassen 8 und 9 können Schülerinnen und Schüler auf grafischer Ebene erste Grundlagen des Programmierens spielerisch erlernen. Dabei werden fächerübergreifend Gebiete der Physik und Mathematik einbezogen.

Wie und mit wem unsere Schule kooperiert

Das FHG trägt den Namen eines bedeutenden Unternehmers des 19. Jahrhunderts und legt besonderen Wert auf starke Kooperationspartner in Industrie und Handel.

Bei unseren Kooperationen geht es uns um eine optimale Vorbereitung unserer Schülerin­nen und Schüler auf ihr späteres Berufsleben. Unsere Partner sind namhafte Unternehmen, wie u.a. Haniel, Metro, Thyssen-Krupp-Steel, Ikea, Hitachi und Duisport.

Beauftragte dieser Unternehmen kommen in den Unterricht, um mit Schülerinnen und Schü­lern über spezifische Themen und Berufsfelder ins Gespräch zu kommen. Sie ermögli­chen ihnen des Weiteren qualifizierte Praktika im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums in der Jahrgangsstufe EF. Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder der Wahl ei­nes Studiums bekommen unsere Schülerinnen und Schüler besondere Unterstützung durch unsere Partner.

Wir ermöglichen den Schülerinnen und Schülern so Orientierung an den Standards der spä­teren Berufswelt und zeigen – je nach individuellen Fähigkeiten – Berufsmöglichkeiten auf.

Zusammen mit der Polizei Duisburg führen wir ein umfangreiches Konzept zur Verkehrser­ziehung unserer Schülerinnen und Schüler durch.

Zu den direkten Maßnahmen der Verkehrserziehung gehören u.a.:

  • Überprüfung aller Fahrräder der Kinder mit Hilfe der Polizei;
  • Gemeinsames Abgehen der Verkehrswege;
  • Unterrichtsstunden durch die Polizei Duisburg;
  • Projektveranstaltung Crash-Kurs-NRW in der Sek II.

Was wir unter Schulleben und Schulkultur verstehen

Das FHG legt großen Wert auf eine gelebte Schulgemeinschaft. Über den Unterricht hinaus engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern in kulturel­len, sportlichen und sozialen Projekten wie auch in Arbeitsgemeinschaften.

Die Schulgemeinschaft fördern wir mit unserem Fahrtenprogramm:

  • Kennenlerntage zum Start der Schullaufbahn;
  • Schullandheimaufenthalt in der Jgst. 6 zur Stärkung der Klassengemeinschaft;
  • Wintersportfahrt und alternative Sportwoche in der Jgst. 7;
  • Sprachenfahrt nach England und Frankreich in der Jgst. 8;
  • Abschlussfahrten in der Jgst. 9 (fakultativ);
  • Studienfahrt in der S II.

Im Nachmittagsbereich bieten wir vielfältige Arbeitsgemeinschaften, auch in Zusammenar­beit mit Eltern, an und schaffen einen Ausgleich zur „Kopfarbeit“.

Im künstlerisch-musischen Bereich eröffnen wir unterschiedlichste Darstellungsmöglich-keiten. Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Schule mit ihren künstlerischen Arbeiten. Ausstellungsmöglichkeiten bei unseren Kooperationspartnern geben Raum für Anerkennung. Musikgruppen der Schule präsentieren ihr Können auf Schulkonzerten und ausgesuchten Veranstaltungen. Zur Tradition sind inzwischen das Sommerkonzert und das Weihnachts­singen geworden.

Im Rahmen der Theater-AG für die Jahrgangsstufen 5 bis EF/10 und eines Literaturkurses für die Stufe Q1 bieten wir Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die eigenen Fähig­keiten und Grenzen in diesem Bereich kreativ zu erproben. Eine Zusammenarbeit mit dem KOM’MA-Theater in Duisburg Rheinhausen ermöglicht es, Arbeitsergebnisse auf der Thea­terbühne zu präsentieren und so eine ganz besondere Erfahrung zu machen, die auch für die persönliche Entwicklung von besonderer Bedeutung sein kann.

Das FHG nimmt am Landesprogramm Kultur und Schule aktiv teil. Ziel ist es, Künstler und Kulturpädagogen zur Gestaltung von Projekten in die Schulen Nordrhein-Westfalens einzuladen. Die Projekte ergänzen das schulische Lernen und eröffnen den Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst und Kultur, unabhängig von der Herkunft und dem sozialen Status. Die Künstlerinnen und Künstler aller Sparten unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, selber künstlerisch aktiv zu werden und weitere Kulturangebote wahrzu­nehmen.

Das Franz-Haniel-Gymnasium nutzt dieses Angebot im Bereich Film/Medien und es sind zahlreiche Filmbeiträge zum Thema Identität/Heimat mit Schülerinnen und Schülern der Kunst-AG und einer professionellen Videokünstlerin entstanden.

Über ganztägige Sportveranstaltungen (Sportfest, Sponsorenlauf) soll die Bedeutung des Sports für den Schulbereich weiter aufgewertet und soziale Verantwortung übernommen werden.

Mit einem umfassenden AG-Angebot im Sportbereich begeistern wir unsere Schülerinnen und Schüler und sind auf Wettbewerben erfolgreich.

Im naturwissenschaftlichen Bereich werden u.a. die Ergebnisse der Chemie AG mit gro­ßem Erfolg jährlich bei „Jugend forscht“ präsentiert.

Mit der Imker-AG pflegen die Schüler ein eigenes Bienenvolk im Schulgarten und produzie­ren eigenen FHG Honig, aus dessen Erlös Projekte der SuS finanziert werden.

Mit dem Schuljahr 2018/19 ist am FHG die Gemüseackerdemie zur weiteren Stärkung des ökologischen Bewusstseins der SuS gestartet. Unter Anleitung eines externen Beraterteams lernen die SuS im Schulgarten, Gemüse und andere Kulturpflanzen anzubauen, zu pfle­gen und zu ernten. Die Ergebnisse werden im Fach Ernährungslehre aufgegriffen.

Die Schülervertretung (SV) bringt sich eigenständig in das Schulleben ein und führt eine SV-Infostunde in den Klassen 5 durch, in der sie über ihre Arbeit informiert. Des Weiteren veranstaltet die SV regelmäßig eine SV-Fahrt und nimmt an Fortbildungen teil, um die Stel­lung der SV an der Schule nachhaltig zu festigen. Mit einer starken SV starten wir das Pro­jekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Zudem wird seit 2016 ein Ehemaligentreffen von der SV organisiert und durchgeführt. Darüber hinaus betei­ligt sich die SV aktiv an der Gestaltung der Projektwoche am Schuljahresende.