Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

"Das Verhör" am FHG

"Glauben Sie ernsthaft, man wird auf 'ne Party eingeladen, wenn man überall erzählt, dass man gemobbt wird? Never ever“. So Christoph, einer der beiden Charaktere in der Aufführung des Duisburger Kom’ma-Theaters, das am 24. Mai und am 14. Juni zu Gast in unserer Schule war.

In dem Stück, das alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 besucht haben, ging es um die für Jugendliche zentrale Frage des Andersseins und wie dieses Sein nur allzu oft zu Mobbing führt. "Das Verhör", so das Kom’ma-Theater über sein Stück, ist "über Mobbing und Cybermobbing, über Mobbing-Fallen und Mobbing-Fälle, über die Bilder und Geschichten, die wir dazu im Kopf haben". Anders als bei üblichen Theaterbesuchen, gibt es keine eigentliche Bühne, denn das Klassenzimmer wird selbst zum Ort des Geschehens, die Schülerinnen und Schüler werden zu Beteiligten, die das Spiel zwischen der Kommissarin (Stephanie Lehmann) und dem vermeintlichen Täter (Elias Ordelmans) als Klassengemeinschaft verfolgten. Und wie im richtigen Leben, ist nicht alles so einfach, wie es anfangs scheint.

Ergänzt wurde das eigentliche Theaterspiel durch eine abschließende Gesprächsrunde mit den Schauspielern, wobei die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit erhielten, über das Gesehene zu sprechen.

Ausdrücklich dankt das Franz-Haniel-Gymnasium der Sparkassen-Stiftung "Unsere Kinder -Unsere Zukunft" für die großzügige Unterstützung, durch die die vier Aufführungen erst möglich geworden sind.

"Kill Ill" - Der "Besuch der alten Dame" am FHG

Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen und der Oberstufe des Franz-Haniel-Gymnasiums, die sich im Deutschunterricht mit Dürrenmatts Dramen „Besuch der alten Dame“ und „Die Physiker“ auseinandersetzten, hatten vor den Osterferien Gelegenheit, eine Inszenierung des Hohenloher Figurentheaters in der Aula des FHGs zu sehen.

Das Ehepaar Sperling bringt seit 47 Jahren Stücke der Weltliteratur mit dem Figurentheater auf die Bühne und beweist eindrucksvoll, dass mit der Kunstform des Puppenspiels als eine der Urformen dramatischer Bühnenkunst auch heute noch Zuschauer gebannt werden können. Die mitgebrachte Kulisse für den „Besuch der alten Dame“ passte stimmig zum Kronleuchter der Aula des Homberger Gymnasiums, die mit den schweren roten Vorhängen verdunkelt wurde und für eine dem Stück entsprechende Atmosphäre sorgte.

Weiterlesen

Unsere Garten-AG

Schulgarten und Gemüseanbau

Ethel Kurz. Bisher hat die Garten-AG, bestehend aus ca. 18 Schülerinnen und Schülern, Frau Schilling und mir, an der Pflege des Schulgartens gearbeitet, die Beete vorbereitet sowie das große Gelände gepflegt und bienenfreundliche Pflanzungen vorgenommen.

Am 1. April  war es dann soweit: Mit tatkräftiger Unterstützung der Ackermentoren ist die erste Gemüsepflanzung und -aussaat erfolgt.

Dazu kamen viel mehr Schülerinnen und Schüler als erwartet, was vielleicht auch an dem schönen Frühlingstag lag.

Beteiligt waren viele Schülerinnen und Schüler aus der 5b und 5c sowie aus den Jahrgangsstufen 7/8/10/11.

Der Schulleiter, Herr Thummes, Frau Voss, Frau Schilling und Herr Sprenger sowie Herr Grolmuss haben mit großem Interesse die Pflanzaktion verfolgt. Herr Weinand hat derweil dankenswerterweise mit viel Energie unliebsamere Gartenarbeit (Efeu beseitigen) verrichtet.

Gepflanzt wurden u. a. rote Beete, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Pflücksalat, Stangensellerie, verschiedenfarbige Kartoffeln, Fenchel, Zwiebeln, Mangold und Haferwurzel.

Das Ackerteam der "Gemüseackerdemie" hat uns Wesentliches zu den Pflanzen, deren Pflege und Bedürfnissen erklärt und gezeigt, wie man sie am besten handhabt, ohne sie zu verletzen, welche Pflanzen in welchem Abstand zueinander stehen müssen, welche nebeneinander gehören und dass man bis auf Kartoffeln und Bohnen (müssen gekocht werden, sie sind roh giftig) alle direkt vom Acker essen kann.

Dann wurden die Beete mit vorbereiteten Flatterbändern vor Tauben geschützt.

Die zweite Pflanzung/Aussaat wird voraussichtlich am 27.05. stattfinden. Auch die Kräuterspirale (Thymian, Rosmarin, Salbei, Zitronengras, Melisse, Oregano, Ysop, Koriander....) wurde neu bepflanzt, nachdem im letzten regenarmen und heißen Sommer viele Pflanzen vertrocknet waren.

Ziel der Arbeit ist, langfristig den Gemüseanbau durch Schulklassen / Lehrerinnen und Lehrer und Eltern zu etablieren, sodass viele Schülerinnen und Schüler den Garten dauerhaft  aktiv nutzen, verschiedene Gemüsepflanzen und Anbautätigkeiten kennen lernen sowie die Früchte ihrer Arbeit ernten, verarbeiten, essen und vielleicht sogar vermarkten. Auch unbekanntere Gemüsesorten (Palmkohl, Steckrüben, Mangold, Pastinaken, verschiedene Salate) können kennen gelernt und zubereitet werden.

Seit 2019 sind wir jetzt Ackerschule, d.h., wir haben einen Kooperationsvertrag mit der "Gemüseackerdemie" abgeschlossen, der die Nutzung unseres Schulgartens für drei Pflanzungen von verschiedenen Gemüsen in Folge sowie drei darauf ausgelegte Fortbildungen beinhaltet. Unser gewähltes Programm heißt „Schlauer Bauer“ - Stufe III. Nähere Infos sind unter www.gemüseackerdemie.de einsehbar.

Bitte klicken Sie auf das Bild, um weitere Aufnahmen zu sehen!

Schule in Zeiten der Digitalisierung

FHG-SchülerInnen im Gespräch mit NRW-Schulministerin  Gebauer

Wie kann der digitale Wandel an Schulen in der Praxis umgesetzt werden?  Mit dieser und anderen Fragen zum Thema „den digitalen Wandel gestalten“ beschäftigten sich mehr als 350 Schulleiterinnen und Schulleiter bei der Tagung „Forum Schulleitung“ im Landschaftspark-Nord in Duisburg, die von der Wübben-Stiftung und dem NRW-Landesinstitut Qua-Lis veranstaltet wurde. Im Rahmen dieser Tagung erhielten sechs Schülerinnen und Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums eine einmalige Gelegenheit: sie durften gegenüber den TeilnehmerInnen der Tagung und der NRW-Ministerin für Schule und Bildung Frau Gebauer ihre Wünsche und Fragen zum Thema Digitalisierung an Schulen äußern.

Von dem Veranstaltungstag wünschten sie sich beispielsweise, dass daraus tatsächliche Veränderungen an den Schulen des Landes hervorgehen und dass ihre Perspektive bei der Gestaltung des digitalen Wandels berücksichtigt würde. Besonders am Herzen lagen den FHG-SchülerInnen natürlich Ihre Fragen an die Ministerin: „Wie sollen wir digitale Medien nutzen ohne W-Lan Ausstattung?“ oder „Warum gibt es noch keinen Unterricht (beginnend in der Unterstufe) in dem den SchülerInnen der Umgang mit Software (Textverarbeitung, Tabellen, Präsentationen – z.B. mit Excel/ Google etc.) erklärt wird?“. Dies waren nur zwei der vielen Fragen der jungen Leute, die zeigten, wie ernsthaft sie sich mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt haben. Im Laufe des Tages gaben sie außerdem Interviews, berichteten über Eindrücke und Erfahrungen und beendeten den Tag mit einem Fazit.

Ausgewählt und betreut wurden die SchülervertreterInnen durch FHG-Lehrerin Nina Toller, selbst eine der Referentinnen der Tagung und Digitalisierungsbeauftragte ihrer Schule. Ihr Workshop "Flipped Classroom - Lehren und Lernen mit Erklärvideos“ zeigte ein konkretes Beispiel aus ihrer schulischen Praxis als Lehrerin am FHG. TeilnehmerInnen des Workshops erhielten dabei nicht nur theoretisches Wissen, sondern lernten auch praktische Einsatzmöglichkeiten kennen und konnten diese ausprobieren, indem sie selbst kleine Videos erstellten. Die FHG-SchülerInnen standen den TeilnehmerInnen dabei ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite.

Am Nachmittag waren alle TeilnehmerInnen der Tagung dann eingeladen an sogenannten Impulsgesprächen teilzunehmen. Dabei leitete Nina Toller eine Diskussionsrunde mit dem Titel „Leben im 21. Jahrhundert, Lernen wie im 19. Jahrhundert“ bei der es im Gespräch mit dem Publikum darum ging, wie Klassenräume, Stundenzeiten, Ausstattung usw. oft noch von der Industrialisierung geprägt sind und welche Aspekte man verbessern könnte, um Schule zeitgemäßer zu machen und den digitalen Wandel zu erleichtern.

„Es bleibt zu hoffen, dass alle TeilnehmerInnen der Veranstaltung durch die Workshops, Diskussionen und Gespräche mit KollegInnen, SchülerInnen und ReferentInnen zahlreiche neue Impulse für die praktische Umsetzung an ihren Schulen erhalten haben und, ebenso wie wir am FHG, intensiv daran arbeiten den digitalen Wandel an ihrer eigenen Schule weiter voranzubringen,“ resümierte FHG-Schulleiter Norbert Thummes zum Abschluss der Tagung, der mit seinem Stellvertreter Markus Zwering ebenfalls an der Tagung teilnahm.

Für weitere Aufnahmen klicken Sie bitte das Bild an

Argusaugen

tl_files/fhg/frontpage/BIO_LK_2016-11-15.JPGWieso hat der schwedische Systematiker Carolus Linnaeus, vielen besser bekannt Carl von Linné, einen Fasan auf den Namen Argusianus argus argus getauft? Wer war eigentlich der Namensgeber Argos? Und was hat das in einem Biologie-Leistungskurs zu suchen? Die Antworten finden sich in der Person des Professors der Sinnesphysiologie an der Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Klaus Lunau.
Der war nämlich der Einladung des LK-Lehrers René Immig gefolgt und hatte sich bereit erklärt von seinen Forschungsergebnissen zu erzählen. Unter der großen Überschrift „Mimikry“ (Signalfälschung) hat er von seiner Tätigkeit als Forscher berichtet, den eigens von der Schülergruppe erstellten Fragenkatalog souverän beantwortet und auch Anschauungsmaterial (Federn von eben jenem Fasanenmännchen  Argusianus spec ) im Rucksack gehabt. Illustriert hat er das durch zahlreiche Bilder und Folien in einem Vortrag, den er eigens von einer Tagung mitgebracht hat. Zum Thema Mimikry hat der Forscher auch ein Buch („Warnen, Tarnen, Täuschen“) verfasst.
Besagter Fasan hat übrigens zahlreiche Augenflecken auf seinen Armschwingen. Zur Erklärung dieser Augenflecken erläuterte Prof. Dr. Lunau, dass er die Augenflecken im Unterschied zu den bekannten, Linsenaugen imitierenden und abschreckend wirkenden Augenflecken auf den Flügeln von Schmetterlingen für Futterkornimitationen hält.
Zahlreiche Augen hatte auch das Ungeheuer Argos aus der griechischen Mythologie. Da Linné das (wie viele seiner Zeitgenossen aus der Forschergilde) wusste, wählte er diesen Namen für den Fasan.
Die Schülerinnen und Schüler des Bio-LK am Franz-Haniel-Gymnasium wissen es nun auch; schließlich sind sie auf dem Weg, die Forscher von morgen zu werden. Und sie sind in guter Gesellschaft, denn auch Charles Darwin hat von diesen Augenflecken zu berichten gewusst.