Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

Kunst braucht Öffentlichkeit

Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums stellen unter dem Titel „Kunst-Ansichten" aus, was sie im Unterricht gefertigt haben. Ergebnis ist ein kleiner, feiner Kunstspaziergang in der Homberger Sparkasse

Von Larissa Wettels

HOMBERG Kunst rund um Geldautomaten? Was zunächst ungewöhnlich klingt, machen die Schüler des Franz-Haniel-Gymna-siums (FHG) möglich. Kubistische, farbenfrohe und in Skulpturen lebendig werdende Fantasiewelten erstrahlen seit gestern in der Sparkasse am Bismarckplatz. Die Ausstellung trägt den Titel „Kunst-Ansichten". Für die Schüler und Lehrer war die Ausstellungseröffnung ein besonderer Moment: „Kunst braucht öffentlichen Raum", betonte FHG-Schul-leiter Norbert Thummes

 

Bereits zum fünften Mal stellten Schüler des FHG in dem Geldinstitut aus. „In den Vitrinen auf unseren Schulfluren wird die Kreativität der Schüler bewundert. Nun können auch die Menschen aus dem Stadtteil sehen, was junge Leute im Unterricht schaffen." Betreut wurden die Schüler von den Kunstlehrern Ethel Maria Kurz, Cornelia Gödde und Jonas Bliesner. „Schüler der Klasse 8 mit dem Wahlbereich Kunst/Design, Schüler der Klasse 9, der Einführungsphase sowie aus dem Kunst-Leistungskurs und Grundkurs aus der Oberstufe Ql haben mitgemacht", erklärte Kunstlehrerin Gödde.

Von der Bleistiftskizze bis zum Kunstwerk dauerte es gut vier Monate. Insgesamt 16 Bilder und viele Skulpturen sind ausgestellt. Plastische Figuren wie Rehe und Faultiere aus Ton sind ebenso zu sehen wie Acrylmalerei auf Leinwand und Taschen aus Filz und Pappe.

Alea Bardenbach und Greta Berns aus der Klasse 8b haben Taschen hergestellt. „Wir haben vom Entwurf bis zur fertigen Tasche in der Gruppe zusammengearbeitet", so die beiden 14-Jährigen, die glücklich auf ihre Werke in einer der aufgestellten Glasvitrinen blickten. Kunstlehrer Jonas Bliesner betreute etwa die Fertigung der Tonfiguren. „Mit Drähten haben die Schüler das Fell im Ton dargestellt, geformt, dann ist alles rund um die Uhr getrocknet", so Bliesner. Eine Besucherin staunte: „Toll, was junge Leute heute in der Schule machen. Alles wirkt wie eine kleine, bunte Kunstgalerie."

Noch bis Samstag, 19. Dezember, ist die Ausstellung der Gymnasiasten zu den regulären Öffnungszeiten der Zweigstelle, Bismarckplatz 3-4, zu sehen.

Prädikat: Absolut sehenswert.

Quelle: WAZ, 08.12.2018

 

Zurück