Franz-Haniel-Gymnasium

Duisburg-Homberg

 
 

Our “Weird Trip” to London

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Alle, die mitgefahren sind, wissen, wieso es „Weird Trip” heißt: Zwei Nächte im Bus für einen Tag in London nehmen einen schon mit. Aber dafür ist man für die Fahrt nebst Tagesticket für Tube & Bus, Besichtigung des Globe Theatre und Vor-trag dort sowie einen geführten Spaziergang, diesmal durch Camden, nur um 80 € leichter und um etliche Erfahrungen reicher.

Donnerstagnacht, am 17. Dezember, ging es gegen Mitternacht los; gut vier Stun-den später waren wir in Calais. Nach der Fähre brauchten wir noch einmal etwa zwei Stunden bis nach London rein - im Vorhinein ist das schwer zu kalkulieren wegen der Verkehrsverhältnisse. Gegen halb neun standen wir dann neben der St. Paul's Cathedral und schlugen unseren Weg über die Millennium Bridge ein, die die meisten zumindest aus Harry Potter kennen, rüber zur Tate Modern und zum Globe Theatre – schon beeindruckend.

In Shakespeare’s Globe hatten wir eine zweiteilige Führung gebucht. Zuerst ging es in die Zuschauerränge. Unmittelbar vor der Bühne verdeutlichte uns der Vortragende – selbstverständlich auf Englisch –, wodurch die aufgeführten Theaterstücke historisch und aktuell ihre Wirkung erziel(t)en. Er selber ist Schauspieler und gab uns im zweiten Teil einen Einblick in den Umgang mit Dramen: Im Rahmen der interactive lecture trugen wir selber Passagen aus Shakespeares Macbeth und Romeo and Juliet vor, mit erklärenden analytischen Einschüben und Tipps zur Umsetzung einer authentischen Vortragsweise. Der Höhepunkt war erreicht, als sich zum Abschluss zwei Teilnehmer fanden, die die erstmalige Bekanntschaft von Romeo und Juliet vorspielten.

Erfüllt mit einem Einblick in die Elisabethanische Zeit, folgte der modernere Programmteil: Victorian & Georgian London in Camden mit Häuserzeilen, Markt-hallen, die früher Pferde beherbergt haben, Kanälen und Street Art. Natürlich kam auch Amy Winehouse vor – genauso wie das Roundhouse, ein früherer Lok-schuppen, in dem auch schon David Bowie aufgetreten ist.

In der folgenden Freizeit sind hoffentlich etliche mit dem Bus ins West End gefah-ren – die Oxford Street war ein für viele unvermeidliches Ziel, wenn die Straße von Londonern auch eher gemieden wird. Zumindest zur Weihnachtszeit lohnt es sich schon, mal da gewesen zu sein. Wo man danach noch war, lässt sich teil-weise an den Fotos ablesen. Besonders schön war London dann nochmal im Dunkeln.

Um 21:32 waren alle wieder am Bus an der U-Bahn-Station «Embankment», und zurück ging's - im Bus standen überaus viele Tragetaschen! Völlig unerwartet musste in Dover noch einmal jede(r) durch die Passkontrolle. Deshalb und wegen des starken Andrangs am Freitagabend überhaupt haben wir die geplante Fähre gegen 1:00 verpasst. Die nächste fuhr erst 1,5 Stunden später, aber trotzdem wa-ren wir nach wiederum gut vier Stunden Fahrt ohne Pause gegen halb neun wie-der am BMW-Platz. Danach hieß es wahrscheinlich nicht nur für den Busfahrer, der uns gut und sicher gefahren hat: Ab ins Bett!